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Wie man einen Blogartikel schreibt. Ein Erfahrungsbericht von Xenia Melzer

Mein zweites Buches, »Renaldo – Zwischen Liebe und Kampf«, ist gerade erschienen und ich sitze hier vor meinem Laptop und versuche, mir Themen für die Blogs auf meiner Blogtour aus den Fingern zu saugen. All die guten Ratschläge bezüglich des Schreibens von Blogbeiträgen wirbeln in meinem Kopf herum: Sei einmalig. Wähle Themen, die mit dem Buch zu tun haben. Oder etwas über dich selbst. Oder darüber, wie du schreibst. Sei lustig. Sei interessant. Nimm den Leser gefangen.
Leichter gesagt als getan.

Wie man einen Blogbeitrag schreibt

Der verflixte zweite Teil

»Renaldo – Zwischen Liebe und Kampf« ist das zweite Buch einer Serie und irgendwie habe ich es geschafft, alle guten Themen in meiner Blogtour für das erste Buch, »Casto – Gefährte des Feuers«, zu verbrauchen. Ich habe über die weiblichen Charaktere geschrieben, über Pferde, über die Dynamik in einem Dreier und die Entwicklung von Charakteren. Natürlich gibt es Bereiche, die ich noch nicht abgehandelt habe, aber unglücklicherweise ist das zweite Buch der Schlüssel zum dritten und vierten Band und ich kann nicht zu sehr ins Detail gehen, ohne Spoiler-Territorium zu betreten. Das schränkt die Auswahl an Themen, die direkt mit dem Buch zu tun haben, deutlich ein.

Persönliche Erlebnisse: Kein endloser Quell der Inspiration

Über mich selbst zu reden/zu schreiben ist mir immer ein bisschen unangenehm, weil ich annehme, dass ich nicht so rasend interessant bin. Ich habe einen Blogbeitrag darüber geschrieben, wie ich ein Bild von mir für das Buch habe machen lassen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das als persönlich durchgeht. Es klingt mehr wie ein Märchen über das Entlein ohne Make-up und Strähnchen, das eines Tages die magische Welt von Barbie betritt.

Mein Leben mit zwei kleinen Kindern ist nicht langweilig, aber auch keine ständige Quelle des Abenteuers (und hat nichts mit Fantasy zu tun, es sei denn, mein Wunsch nach einer Armee von Heinzelmännchen, die den Haushalt machen, zählt) und ich bin nur lustig, wenn ich es gar nicht sein will.

Gute Blogbeiträge sind harte Arbeit

Aber ich möchte immer noch einen Blogbeitrag schreiben. Also versuche ich es einmal mit der Wahrheit. Einen Blogbeitrag zu schreiben, kann eine echte Herausforderung sein. Manchmal hat man einfach eine super Idee und der Artikel schreibt sich quasi von alleine. Das sind die Tage, an denen ich mich in meinem Stuhl zurücklehne und mein Leben liebe.

Die meiste Zeit aber weiß man, dass man bis zum Tag X sechs oder mehr Beiträge schreiben muss und die guten Ideen bleiben einfach aus. Man will seine Leser nicht enttäuschen. Sie investieren Zeit und Geld in dich und deine Bücher, also wünscht man sich, dass ihnen deine Blogbeiträge die Zeit angenehm vertreiben. Ich bin selbst Leserin, ich weiß also, wovon ich spreche.

Meine Blogbeiträge einmalig und lustig zu gestalten ist harte Arbeit. Man sollte meinen, dass jemand, der sich den Plot für eine komplette Fantasy-Serie ausdenken kann, kein Problem damit hat, einen klitzekleinen Blogbeitrag von fünfhundert Worten zu schreiben. Aber hier sitze ich und weiß nicht, was ich sagen soll.

Wie man einen Blogbeitrag schreibt

Schreibblockade: Der große Unterschied zwischen dem Schreiben von Romanen und einem Blog

Ich liebe es, meine Bücher zu schreiben. Natürlich gibt es auch hier Momente, in denen ich mit einem Charakter nicht weiterkomme, an einem Satz oder einer Plotrichtung festhänge oder mit einer bestimmten Wendung kämpfe, die einfach nicht richtig klingt. Aber das sind die Dinge, die ich mit einer langen Joggingrunde im Wald lösen kann. Meistens.

Blogbeiträge sind anders. Für mich jedenfalls. Wenn ich in einem Artikel festhänge, muss ich meistens alles löschen, was ich bis dahin geschrieben habe und von vorne anfangen. Zum Glück ist dieser hier gar nicht so schlecht geworden.
Ich wünsche meinen Lesern viel Spaß mit »Renaldo – Zwischen Liebe und Kampf« und bitte sie, mein Geschwafel über alles andere zu tolerieren.


Über die Autorin at_melzer

Xenia Melzer liebte es schon als Kind ihren Fantasien freien Lauf zu lassen und sich eigene Welten auszudenken. Ihr Romandebüt  »Casto«, aus der Fantasy-Reihe »Gods of War«, erschien 2016 zunächst auf Englisch beim Dreamspinner Verlag, bevor sie es ins Deutsche übersetzte, wo die gesamte Romanreihe bei Forever by Ullstein als E-Book erscheint.

Kommentare (1)

Schreiben mit Musik schrieb am 09.06.2017 um 13:28Uhr:

[…] Artikel von Xenia Melzer: Wie man einen Blogartikel schreibt. Wie man ein professionelles Foto […]

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