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Hobby-Ermittlerin Lissie Sommer im Interview

Hobby-Ermittlerin und Wirtin Lissie Sommer war bereits an der Lösung von drei Mordfällen beteiligt. Wie das zustande kam und wie genau Sie an den Ermittlungen beteiligt war, haben wir sie bei einem Besuch in ihrer Gaststätte “Zum Grünen Kränzchen” gefragt.

Lissie Sommer

Frau Sommer, als Sie vor ein paar Jahren von der Großstadt zurück aufs Land gezogen sind, hätten Sie wahrscheinlich mit mehr Ruhe und weniger Verbrechen gerechnet, oder? Wie sah ihr ursprünglicher Plan aus? Moment, ich hole Ihnen erst einmal einen Apfelwein – bei einem Schoppe erzählt es sich doch gleich leichter…

Naja, eigentlich hatte ich ja vor allem den Job im Reisebüro satt. Und als sich dann die Chance ergab, das Kränzchen zu übernehmen, musste ich einfach zuschlagen. Am Anfang hab ich meine Kölner Großstadtclique schon vermisst, aber es ist auch schön, wieder in der alten Heimat zu wohnen. Ich mag die Menschen hier und in meinem Apfelweinlokal bekommt man ja allerhand mit, was so im Ort passiert – ruhiger ist es also in meinem Leben wirklich nicht geworden.

Drei Mordfälle haben Sie schon gelöst. Ziehen Sie das Verbrechen an, oder wie kommt es, dass Sie immer an den Ermittlungen beteiligt sind?

Na, hören Sie mal! Das klingt ja so, als würde ich mich in dubiosen Kreisen bewegen! *lacht* Ich glaube, es liegt daran, dass ich die Dinge nicht einfach so hinnehme, sondern sie hinterfrage, wenn mir etwas komisch vorkommt. Da kann ich wirklich hartnäckig sein. Und da Sie ja auch meine Mutter kennen, wissen Sie, von wem ich das habe – wir gehen eben beide den Dingen gerne auf den Grund. Oder – wie meine Oma gesagt hätte: Wenn ich alles weiß, bin ich gar nicht mehr neugierig.

Im aktuellen Fall haben Sie sich quasi in einem Golfclub eingeschleust und ermittelten undercover. Was gilt es bei so einer Aktion zu berücksichtigen? Sie konnten ja schließlich gar nicht golfen.

Ein bisschen Mut gehört bei sowas natürlich dazu – man darf sich nicht direkt die Butter vom Brot nehmen lassen, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Wenn auch der Verstand einem sagt, dass es eine Schnapsidee sein könnte: Egal! Brust raus, Kinn hoch und los. Ich gebe zu, dass manchmal auch der Kommissar Zufall hilft – dass gerade an diesem Wochenende ein Golf-Schnupperkurs stattfand, konnte ich ja wirklich nicht ahnen. Das war natürlich die perfekte Gelegenheit.

Inwiefern stimmen Sie zu, dass man als Außenstehende einen besseren Blick auf solche Ereignisse hat als ein abgebrühter Kriminalist?

Ach, wissen Sie, manchmal ist es vielleicht ganz gut, wenn man ein bisschen naiv an die Sachen rangeht. Ich kenne ja die ganzen Gesetze und Vorschriften nicht so genau, an die sich die Polizei natürlich halten muss. Wahrscheinlich ist es auch gut so, dass ich da nicht so im Bilde bin – sonst hätte ich mich das eine oder andere gar nicht getraut. Manchmal muss Frau halt einfach machen! Obwohl ich zugeben muss: Dass ich mit Sebastian einen direkten Draht zur Polizei habe, gibt mir schon eine gewisse Rückendeckung. Ich weiß ja, wen ich bitten muss, mich rauszupauken, wenn doch etwas mal nicht so glatt läuft, wie ich mir das gedacht habe …

Und was können wir in Zukunft noch von Ihnen erwarten?

Also eigentlich habe ich vor, einfach meine Gäste zu bewirten und das Leben zu genießen. Da ich aber nun den Kommissar Loch ziemlich gut kenne, weiß ich natürlich nicht, mit welchen dunklen Seiten der hessischen Idylle ich noch in Berührung komme…


Über die Autorin und ihre Ermittlungen:

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