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Social Media als AutorIn strategisch einsetzen

Viele Autorinnen und Autoren sind in sozialen Netzwerken aktiv, einige rein privat, die meisten jedoch auf die eine oder andere Weise beruflich. Ob VerlagsautorIn oder Self-Publisher, in jedem Falle ist persönliches Engagement gefragt. Dies ist nicht nur wichtig, um Reichweite zu erzielen, sondern auch um den eigenen Profilen einen persönlichen Charakter zu verleihen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du als AutorIn soziale Netzwerke am besten für dich nutzen kannst.

Social Media als Autor strategisch einsetzen

Mehr als nur Plattform für Eigenwerbung

Es ist verlockend, soziale Netzwerke einzusetzen, um deinen neuesten Roman unter die Leserschaft zu bringen und die Verkaufszahlen hochzutreiben. Diese Art von Kommunikation ist für jede AutorIn ohne Zweifel von großer Bedeutung. Kurzfristige verkaufsfördernde Maßnahmen stellen aber nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten dar, die soziale Netzwerke zu bieten haben.

Social Media erleichtert dir den Austausch mit anderen AutorInnen und ermöglicht dir vor allem kurze Kommunikationswege zu LeserInnen, um ihre Meinung einholen und sie über deine aktuellen Projekte auf dem Laufenden halten.

Langfristige Kommunikationsstrategie zahlt sich aus

Wenn du diese Kanäle nachhaltig zu deinem Vorteil nutzen willst, wirst du nicht um eine langfristig ausgelegte Kommunikationsstrategie, den Aufbau einer aktiven Community und die kontinuierliche Pflege der Kanäle herum kommen.

Fragen, die du dir im Vorfeld stellen solltest, um dich strategisch bestmöglich aufzustellen:

  • Wen willst du erreichen?
  • In welchen Netzwerken ist deine Zielgruppe unterwegs?
  • Was soll kommuniziert werden?
  • Wie redest du deine Zielgruppe an?

Anhand dieser Variablen kannst du deine Kommunikationsstrategie ausarbeiten. In der Regel bewährt sich ein gesunder Mix aus Eigenwerbung, Einblicken in dein AutorInnen- und Privatleben und deiner Meinung zum kulturellen oder politischen Geschehen.
Social Media als AutorIn strategisch einsetzen

Allgemeine Tipps

  • Erstelle einen festen Redaktionsplan und halte dich an einen regelmäßigen Veröffentlichungsturnus. Mit dem Tool Buffer kannst du deine Inhalte im Vorfeld planen und automatisch veröffentlichen.
  • Konzentriere dich auf wenige Kanäle, anstatt alle halbherzig zu bedienen.
  • Lass dich nicht vom Schreiben ablenken: Setz dir feste Zeiten, zu denen du Inhalte erstellst und auf User-Kommentare antwortest.
  • Überlege dir vorher, ob du deinen Followern einen Einblick in dein Privatleben geben willst. In der Regel interessieren sie sich zwar für dein Privatleben, achte aber darauf, dass deine Kanäle nicht nur aus Urlaubs- oder Familienbildern bestehen.

Facebook, Instagram, YouTube – für jedes Netzwerk andere Inhalte

Jedes soziale Netzwerk hat eine eigene Dynamik und andere Anforderungen. Im Folgenden verraten wir dir, welche Inhalte sich für welche Kanäle eignen:

Facebook

Mit einer eigenen Facebook-Seite hast du die meisten Möglichkeiten, eine hohe Zahl von Followern zu erreichen und mit ihnen in vielfältiger Weise zu interagieren:

  • Updates zu deinen Romanen (beispielsweise Cover-Abbildungen oder Erscheinungstermine)
  • Leseproben
  • Impressionen aus deinem AutorInnenalltag in Form von Text und Bild
  • Berichterstattung von Buchmessen, Lesungen und Diskussionsrunden
  • Einblicke in dein Privatleben
  • Du kannst Veranstaltungen erstellen und LeserInnen/FreundInnen einladen.
  • In öffentlichen oder privaten Gruppen kannst du dich mit anderen AutorInnen oder ProbeleserInnen austauschen.
  • Fotos lassen sich leicht in Fotoalben gruppieren und mit Beschreibungen versehen.

Twitter

Im Gegensatz zu Facebook sind deine Möglichkeiten bei Twitter eingeschränkter. Durch das Limit von 280 Zeichen und der Tatsache, dass deine Tweets im Newsfeed deiner Follower schnell verdrängt werden, eignen sich hier eher kurze Meldungen:

  • Ankündigungen von Terminen
  • Updates zu deinem Schaffensprozess
  • Generelle Gedanken zum Weltgeschehen oder Literaturbetrieb
  • Verlinkungen auf längere Artikel in deinem Blog oder andere Berichten und Rezensionen
  • Twitter lässt nur maximal vier Fotos pro Tweet zu. Es gibt auch keine Möglichkeit, sie in Alben zu gruppieren oder sie einzeln zu beschreiben.

Social Media als AutorIn strategisch einsetzen

Instagram

Instagram ist in erster Linie für Bildinhalte gedacht. Obwohl du primär mit Text arbeitest, kann Instagram dennoch für dich ein hilfreiches Medium sein, um atmosphärische Einblicke in deinen Alltag zu geben. Die Interaktionsrate ist bei Instagram meist hoch, so dass du mit spannenden und qualitativ guten Bildern schnell viele Interessierte erreichst:

  • Fotos aus deiner Schreibwerkstatt, von AutorInnenrunden, Buchmessen oder Lesungen
  • Impressionen aus deinem Alltag, etwa von Spaziergängen oder Inspirationsquellen

Lese-Communities

Lese-Communities und Foren sind besonders wertvoll, da du hier mit anderen Schriftstellern und interessierten LeserInnen direkt in Kontakt treten kannst. Der größten deutschen Lese-Community Lovelybooks haben wir einen eigenen Artikel gewidmet; hier aber nochmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Auf Lovelybooks erreichst du genau deine Zielgruppe.
  • Du kannst Leseexemplare verlosen und interessierte LeserInnen unkompliziert zu Leserunden einladen.
  • Lovelybooks-User schreiben besonders gerne Rezensionen, wovon du profitierst.

YouTube

Auf YouTube kannst du Inhalte spannend in einem anderen Format anbieten:

  • Leseproben: Du kannst spannende Passagen aus deinen Büchern vorlesen und LeserInnen anködern.
  • Über Literatur allgemein sprechen: Welche Bücher liest du gerade und wie findest du sie?
  • Lass dein Publikum an deinem Schreiballtag teilhaben: Berichte von den Herausforderungen deiner kreativen Arbeit und gib beispielsweise eine Kostprobe deines Schreibprozesses, indem du im Video eine Szene überarbeitest.
  • Videos eignen sich auch gut, um Fanpost vorzulesen oder dich bei deinen LeserInnen zu bedanken.

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