Menü
Redaktion

Social Reading – so profitieren Autoren von Lovelybooks

Social Reading Plattformen sind aus dem heutigen Literaturbetrieb mittlerweile nicht mehr wegzudenken und bieten für Autoren interessante Möglichkeiten zur Leserkommunikation. Wir haben Lovelybooks unter die Lupe genommen und zeigen, welche Optionen es für Autoren gibt.

Social Reading - so profitieren Autoren von Lovelybooks

Digitale Bücher-Communities, die aus der Tradition der Lesegemeinschaften, Buchclubs und Literatursalons hervorgegangen sind, gelten als die Zukunft des Lesens. Lovelybooks, ein Angebot der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, stellt mit über 210.000 Nutzern die größte deutschsprachige Plattform dar. Über 4.700 davon sind Autoren, die mindestens eine Verlags-Veröffentlichung vorweisen können – dies ist die Voraussetzung für den Erhalt des Autorenstatus. Die Leser beteiligen sich an Diskussionen und sind äußerst rezensionsfreudig, was sich in über 620.000 geschriebenen Buchrezensionen wiederspiegelt.

Vernetzung ermöglicht interaktive Leseerfahrung

Mit dem Social Reading Stream bietet Lovelybooks Lesern die Möglichkeit, sich in Echtzeit zu einem Buch auszutauschen. Auf einem internetfähigen Lesegerät können Kommentare direkt während der Lektüre gelesen oder geschrieben werden. So tritt der Leser mit anderen Lesern oder auch dem Autor in den Dialog und die Leseerfahrung des Einzelnen wird um einen interaktiven Diskurs angereichert. Lovelybooks bietet eine umfangreiche Datenbank an Büchern, die User durchstöbern, besprechen und weiterempfehlen können.

Logo Lovelybooks

Autoren profitieren durch Social Reading vom direkten Kommunikationskanal zum Leser

Für Autoren und Verlage ist Lovelybooks ein nicht zu unterschätzender Kanal, um Neuerscheinungen anzukündigen und Leser zu gewinnen. Neben der Möglichkeit, Lesungen oder Interviews via Livestream bereitzustellen, ist besonders die direkte Einbindung von Lesern in gemeinsamen Leserunden attraktiv.

Leserunde-Funktion bei Lovelybooks
Leserunde-Funktion bei Lovelybooks (Quelle: lovelybooks.de)

Mit Leserunden persönliche Rezensionen für Neuerscheinungen generieren

Autoren erhalten mit Lovelybooks einen direkten Kommunikationskanal zum Leser, über den sie Lesermeinungen einholen, auf Rückfragen reagieren und Präsenz in der Lesercommunity zeigen können. Eine besonders beliebte Funktion ist die Leserunde: Autoren können eine gemeinsame Leserunde zu einem Buch ins Leben rufen und hierfür Leseexemplare unter interessierten Lesern verlosen. Die Gewinner der Verlosung nehmen automatisch an der Leserunde teil. Daneben kann auch jeder andere Nutzer teilnehmen, sofern er das entsprechende Buch besitzt. Anschließend teilt der Autor den Roman in Abschnitte ein, die über einen Zeitraum von einigen Wochen gelesen und unter vorgegebenen Themen besprochen werden. Auf diese Weise erhält ein Autor in der Regel authentisches Feedback von seiner Leserschaft und kann inhaltliche oder erzählerische Schwächen eines Textes identifizieren. Einige Autoren nutzen die Leserunden beim Schreiben eines neuen Romans auch für Beta-Tests.

Zum Abschluss der Leserunde verfassen die Gewinner eine Buchrezension. Die Teilnehmer sind in der Regel passionierte Leser und bestens vernetzt, so dass die Buchrezensionen regelmäßig auf Amazon eingestellt und über soziale Netzwerke verbreitet werden. Auf diese Weise können Autoren und Verlage einen neuen Roman gezielt bei einer interessierten Leserschaft platzieren und ein mediales Grundrauschen in Form von Diskussionen und Rezensionen schaffen.

Socia Reading: Nicht zu unterschätzender Einfluss auf den Buchmarkt

Nicht zu unterschätzender Einfluss auf den Buchmarkt

Mit der Möglichkeit, Bücherlisten anzulegen, Bestenlisten-Abstimmungen durchzuführen sowie an Leserpreis-Abstimmungen teilzunehmen, erhält der Leser ein reichweitenstarkes Instrument, um das literarische Angebot zu bewerten. Damit stärkt Lovelybooks die Position des Lesers in der Dreiecksbeziehung von Leser, Autor und Verlag. Die Plattform stellt einen authentischen Meinungsspiegel dar, den Verlage und Autoren immer aufmerksamer beobachten und als Marketing-Kanal nutzen.

Damit die Diskussion möglichst breit geführt wird und sich nicht nur auf Bestseller-Autoren beschränkt, lenkt die Lovelybooks-Redaktion die Aufmerksamkeit mit Aktionen regelmäßig auf Debütautoren.

Die Diskussionen sind auf Lovelybooks naturgemäß um Leserpräferenzen angesiedelt, etwa wie Leser ein Buch fanden oder wie stark sie sich mit der Hauptfigur identifizieren können. Dies unterscheidet Social Reading Plattformen wie Lovelybooks maßgeblich von der konventionellen Literaturkritik. Autoren und Verlage können den Diskurs jedoch über reine Leserpräferenzen hinaus tragen und die Diskussion zu einem gewissen Grad auf dramaturgische oder erzählerische Aspekte lenken.

Fazit

Alles in allem finden Autoren in Lovelybooks zum einen eine wertvolle Social Reading Plattform, um mit Lesern in den direkten Dialog zu treten. Zum anderen stellt die digitale Buchcommunity einen nicht zu unterschätzenden Marketing-Kanal dar, dessen Strukturen nicht von der konventionellen Literaturkritik bestimmt sind, sondern von den Vorlieben einer medial bemächtigten Leserschaft.

 

 

 

 

 

Loading...Loading...

Kommentar verfassen