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Louisa Pagel

Wie funktioniert Cosy Crime? Eine Anleitung.

Der Kriminalroman ist eines der beliebtesten Genres überhaupt. Der eine Leser mag es blutig, der andere eben nicht. Und für letztere gibt es ein Genre, das nicht neu ist, aber immer neu erfunden wird: Der Cosy-Crime-Roman.

Wichtige Kriterien von Cosy Crime für Autoren

Mord und Totschlag überall: In Filmen, in Büchern und sogar beim Krimi-Dinner. Der Kriminalroman ist eines der beliebtesten Genres überhaupt und man fragt sich immer wieder, ob es überhaupt noch eine Mordmethode gibt, die es noch nicht gab. Kein Tod ist zu brutal, keine Mordwaffe zu abwegig.

Bei Cosy-Crime-Romanen geht es beschaulicher zu, oft humorig und eben nicht so psychotisch wie in den Schlachterplatten-Thrillern. Und für dieses Cosy-Crime-Genre lassen sich Kriterien festlegen, die einfach dazugehören und die man als Autor im Blick behalten sollte, wenn man sich mit Cosy Crime befasst.

Weniger ist mehr!?

Wenig Blut will fließen: Das bedeutet nicht, dass nicht gemordet wird. Und auch nicht, dass die Mörder nicht kreativ sein dürfen. Wir wollen es in diesem Genre nur einfach nicht en Detail beschrieben haben. Der Mord selbst geschieht oftmals im Off. Leichen werden gefunden, Mörder gesucht, aber nicht beobachtet.
Auf Spurensuche unterwegs!
Bei bei vielen klassischen Cosy Crimes (gerade im Fernsehen) gibt es einen ganzen Haufen Tote. Viele Fälle kommen aber, wie jeder andere Krimi auch, mit weniger aus.

Je schrulliger desto besser.

In diesem Genre eigentlich am wichtigsten: der oder die Ermittler. Das schöne bei Cosy Crime ist, dass man hier viel kreativer sein darf, denn diese Art von Krimi ist nicht auf die absolute Korrektheit der Ermittlungsarbeit und Authentizität des Geschehens erpicht. Deswegen sind die Ermittler oft gar keine Polizisten oder sonst in professioneller Art und Weise mit der Klärung von Mordfällen betraut. Von der Oma bis zum Schaf ist quasi alles erlaubt. Je schrulliger desto besser. Ein origineller Ermittler setzt sich auch von der Masse an Krimis ab.

Humor gewinnt! Viele Cosy-Crime-Romane sind sehr amüsant. Das liegt meist an den Ermittlern, die als Amateure oft in Fettnäpfchen treten oder einfach in lustige Situationen geraten. Nicht zu verwechseln mit den humorigen Regiokrimis (die aus irgendeinem Grund fast immer in der Alpenregion spielen). Dort sind nämlich häufig kautzige Kommissare am Werk, also vermeintliche Profis. Zugegeben, der Übergang zwischen den beiden Genres ist oft fließend.

Kleine Detektive auf Spurensuche!

Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen. Deswegen, und natürlich wegen seiner unbändigen Neugierde, wird die Hauptfigur nämlich überhaupt erst zum Ermittler. (Auch hier muss hinzugefügt werden, dass es natürlich auch klassische Krimis gibt, bei denen ein Amateur ermittelt und nicht die Polizei).

Ländliche Idylle? Fehlanzeige.

Das Land ist ein gutes Setting für den gemütlichen Krimi. Die harten Fälle bleiben in der Stadt, doch der Cosy Crime zeigt, dass auch auf dem Land gemordet wird. Wenn auch weniger Noir und hardboiled.

Muss es immer Mord sein? Klare Antwort: Nein. Es muss gar nicht immer zum Äußersten kommen im Cosy Crime. Oftmals stellt sich am Ende heraus, dass einer der Toten durch einen Unfall sterben musste. Oder es wird in weniger schweren Verbrechen ermittelt. Auch das ist in Ordnung.

Beispiele für Cosy Crime

Der Digitalverlag Midnight by Ullstein hat bereits diverse Cosy-Crime-Romane veröffentlicht. Hier findest du die komplette Übersicht. Viel Spaß beim Stöbern!

Cosy Crime bei Midnight


Über die Autorin

Louisa Pagel ist Lektorin bei den Digitalimprints Midnight und Forever. Zuvor hat sie im Taschenbuchlektorat bei Ullstein gearbeitet.

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