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Zutaten für moderne Märchen. Autorin Mira Morton plaudert aus dem Nähkästchen.

Mira Morton hat ein Faible für moderne, toughe Frauen und natürlich auch für gutaussehende, geheimnisvolle Männer, mit Körpern, die einem den Atem stocken lassen. Das sind nur zwei der Zutaten ihrer Sexy Romance Storys. Aber sie verrät uns freimütig noch ein paar weitere …

Zutaten für moderne Märchen. Autorin Mira Morton plaudert aus dem Nähkästchen.

Am Anfang meines ersten Romans Ich will kein Autogramm stand folgende Überlegung:

Kann man eine Sexy-Romance-Heldin selbstbewusst und erfolgreich schreiben? Also bitte keine weitere Anastasia Steele? Doch. Man kann. Also besser gesagt, frau kann. Sie kann gut ausgebildet und intelligent sein, tough im Job, eine beste Freundin oder sogar mehrere haben, sich jedes Schuhpaar, und sei es noch so teuer, selbst leisten können, und dennoch von der großen Liebe träumen. Für mich ist das kein Widerspruch. Im Gegenteil. Es ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen, geliebt zu werden. Und sie darf sich den Hollywoodstar schnappen und auf der Megayacht in die Karibik abhauen. Leider gibt es auch böse Hexen, aber die dürfen am Ende nicht gewinnen!

Mira Mortpn hat ein Herz für die Liebe.

Auf Basis dieser Überlegungen stehen wirklich tolle Frauen im Mittelpunkt meiner modernen Märchen, wie ich sie gerne nenne. Natürlich haben sie ihren Mister Right noch nicht gefunden. Möglicherweise, weil sie ihn im Moment gar nicht suchen und mit ganz anderen Themen beschäftigt sind. Doch das wird sich auf jeden Fall im Laufe der Geschichte ändern. Und diese Story soll unterhaltsam, prickelnd und berührend sein. Sich lesen, als ob meine Leserinnen selbst mitten drinnen wären. Alles hautnah erleben. Sich ärgern, schmunzeln oder ein paar Tränchen verdrücken müssen.

Der Schreibstil macht eine Autorin unverwechselbar

Es kann gut sein, dass ich mich von Beginn an weit aus dem Fenster gelehnt habe, denn ich wollte unbedingt in meiner Sprache schreiben: österreichisches Deutsch. Vielleicht nicht immer einfach für meine Leserinnen, aber es hat mir ermöglicht, sehr authentisch zu sein und zu meinem eigenen, unverwechselbaren Stil zu finden. Zusätzlich habe ich mir bereits vor meinem ersten Roman sehr viele Gedanken zur Perspektive gemacht. Ich schreibe in der Gegenwart, immer aus einer Ich-Perspektive heraus. Weil es die Leserinnen ins Geschehen einbindet.

So habe ich erkannt, dass es hier eigentlich um Gedanken geht. Ich komme zum Beispiel an einen Strand und scanne die Umgebung. Was denke ich? Tolles, türkises Wasser. Coole Bar. Die bunt gestrichenen Möbel mag ich. Ach, diesen Tisch da drüben könnte ich nehmen.

Tja. Das ist also auf den Punkt gebracht ein wichtiger Anteil meines Schreibstils. Gemischt mit Österreichisch und dazu auch internationalen Anteilen und Sätzen in Fremdsprachen in meinen Geschichten, haben mir meine Leserinnen bestätigt: Mira, einen deiner Romane würde ich erkennen, auch wenn dein Name nicht draufsteht. Das zu hören, zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Es war also von Anfang an gut und richtig, bei mir und somit authentisch zu bleiben.

Seeigel küsst man nicht.

Über wen schreibt Mira Morton?

Vorweg muss ich zugeben, es sind allesamt Geschichten, die ich einfach gerne schreibe. Ich will ebenso Spaß beim Schreiben und Nachdenken haben, wie es mir hoffentlich gelingt, mit einem fertigen Roman meine Leserinnen zu unterhalten.

Dafür verwende ich folgende Zutaten bei meinen modernen Märchen:

  • Ganz wichtig ist eine weibliche Hauptfigur, immer Österreicherin, die sich eventuell gerade in einer misslichen Lage befindet, verlassen worden ist, zu viel arbeitet oder aber vergessen hat, von der großen Liebe zu träumen. Ich muss sie mögen und sie mir als meine beste Freundin vorstellen können. Natürlich hat sie kleine Fehler. Jeder Mensch hat Fehler. ;-) Aber sie ist selbstbestimmt und unabhängig. Ihre Jobs? Wirtschaftsjournalistin, Physikerin, Anwältin usw.
  • Dann sind da ihre Freundinnen und Freunde, für die klar ist, sie würden füreinander durchs Feuer gehen und ohne mit der Wimper zu zucken meine Hauptfigur auf der Suche oder beim Wiederfinden der großen Liebe tatkräftig unterstützen. Denn was sind wir denn ohne unsere Freunde?
  • In meinen Geschichten findet sich hin und wieder, wie zum Beispiel bei „Seeigel küsst man nicht“, sogar ein wahrer Kern aus meinem realen Leben wieder: Ich war tatsächlich mit fünf Freundinnen alleine segeln und wir haben unseren Törn auch wirklich „Prinzessinnentörn“ getauft.
  • Und wer ist nun Mister Right? In meinen Romanen stammt die männliche Hauptfigur meistens aus Deutschland. Zwar hat er einen Traumberuf, da Geld und Erfolg alleine nicht glücklich machen, ist er, bewusst oder unbewusst, ebenfalls auf der Suche nach der großen Liebe. Vielleicht muss er auch den einen oder anderen Schicksalsschlag noch verdauen, was auch meinen Protagonistinnen hin und wieder passieren kann.
  • Auf jeden Fall geht es um Hollywoodschauspieler, Rockstars, Designer, Internetmilliardäre … Sie sind keine Bad Boys im klassischen Sinn. Aber sie sind bestimmt, treffen oft seltsame Entscheidungen und sind bereit, für die Frau ihres Herzens etwas zu riskieren, romantisch und einfallsreich um sie zu kämpfen. Für mich darf ein Mann nie die Grenzen von Respekt und gutem Geschmack überschreiten, denn ich persönlich würde so einen Typen vor die Türe setzen, auch wenn ich bei anderen Autorinnen diese Geschichten durchaus selbst gerne lese.

Wo spielen die Romane und worum geht es?

Irgendwo müssen meine Romane in der Tat auch spielen! Ich habe mich bewusst gegen den Mainstream entschieden und meine Settings sind weder in den USA noch in Großbritannien oder Irland angesiedelt.

Mira Morton liebt Segelboote.

Da ich das Meer und Boote in jeglicher Art liebe, darf das auf keinen Fall fehlen: Meine Protagonisten dürfen an die schönsten Plätze dieser Erde reisen, das reicht von der kroatischen Inselwelt über Städte wie Barcelona oder Los Angeles bis hin zu den Malediven oder die Karibik. Und dort findet sich meine Hauptfigur dann eventuell auf einem Segelboot, einer Megayacht oder einem Kreuzfahrtschiff wieder.

Andere Szenen spielen dort, wo sie die Geschichte hintreibt: In Wien, in Köln, in kleinen Städten oder auf dem Land.

Außerdem mag ich es, gewisse Themen, die mir persönlich am Herzen liegen oder die ich einfach spannend finde, auch in meinen Romanen zu verpacken. So gibt es manchmal ein wenig Magie und es geht um Spiritualität, Wiedergeburt, ein bisserl Physik, Katzen wie Herrn Schrödinger oder aber um Tabuthemen, wie jenes, sich in den Mann der besten Freundin zu verlieben.

Natürlich gibt es auch Sex. Das ist die natürlichste Sache der Welt. Ich versuche aber Sexszenen so zu schreiben, dass sie über sprachliche Schönheit und viel Erotik verfügen. Ich denke, jede Leserin kann sich den Akt an sich vorstellen. ;-)

Die Genre-Regeln befolgen, oder nicht? Das ist die Frage.

Ich bin überzeugt davon, dass ein Roman gut sein kann, weil er den Regeln eines Genres exakt folgt oder aber gut ist, wenn er gewisse Regeln bricht. Meine Romane tun beides. Sie folgen den Regeln, denn etwas anderes als ein Happy End kann ich mir im Moment nicht vorstellen zu schreiben.

Mira Morton liebt Happy Ends!

My girl gets the boy. Aber ich breche die Regeln in mehrerlei Hinsicht:

  • Ich schreibe Österreichisch
  • Meine Figuren sind Österreicher und Deutsche und meine Storys beginnen meistens in Wien oder Umgebung.
  • Ich schreibe, wenn es auch im realen Leben so wäre, Passagen in Fremdsprachen. Sei es in Englisch, Spanisch oder Kroatisch usw. Oft schwer zu verstehen, für mich auch *LACH*, aber so ist es, wenn man in fremde Länder reist.
  • Manche Passagen schreibe ich im Staccato. Manche wie Gedichte. Immer so, dass sie für mich einen Rhythmus und Melodie besitzen.
  • Ich riskiere, mich lächerlich zu machen. Zum Beispiel, wenn ich für einen Rockstar einen englischen Songtext schreibe und in die Story verpacke.
  • Ich packe einen Soundtrack in meine Romane. Gewisse Songs, die einfach zur Story passen, nenne ich im Text. Mein Tipp: anhören und dann den dazugehörigen Text lesen. Macht noch mehr Spaß.
  • Die Sprache, die ich verwende, ist oft nicht die einfachste. Ich liebe das Spiel mit Worten, zum Teil auch das Verwenden selten gebrauchter Wörter.
  • Meine Bad Boys sind nie really bad. Sie sind aber sehr romantisch und verdammt erotisch.
  • Meine Storys besitzen so viel Drama, wie ich mir zutraue, darüber ernsthaft und gewissenhaft schreiben zu können. Ich will ja unterhalten, also stirbt bei mir natürlich niemand, den meine Leserinnen und ich liebgewonnen haben. Todbringende Krankheiten, Autounfälle usw. lasse ich aus. Auch hier bin ich der Ansicht: Das können andere Autoren besser und es passt weder zu meinen Figuren, noch mag ich mich in meiner Freizeit damit auseinandersetzen müssen. Schlimm genug, wenn das Schicksal es verlangt.

Erfolgreich gegen den Wind?

Es hat lange gedauert, aber der Erfolg gibt mir am Ende Recht.

Es war gut, Regeln zu brechen.

Es war gut, meinen eigenen Stil zu finden.

Mithilfe meiner Leserinnen habe ich mich weiterentwickelt und in meinen Romanen wirklich zu mir gefunden. Es lohnt sich also, bei sich zu bleiben und das zu machen, wofür man selbst Leidenschaft entwickelt und nicht unbedingt das, was im ersten Moment den größeren Erfolg verspricht. Ich will unique sein. Unverwechselbar. Und hoffe, dass mir das jedes Mal aufs Neue gelingt.

Am Ende will ich nur eines erreichen: Meine Leserinnen und Leser für ein paar Stunden in eine rundum schöne Geschichte entführen, die sie aus dem Alltag beamt. Wenn mir das gelungen ist, und ich wieder ein Feedback lesen darf, welches genau das ausdrückt, dann weiß ich, warum ich in meinem Urlaub schon wieder an meinem nächsten Roman arbeite :-)

Keep on dreamin‘,

Eure Mira Morton

 


Über die Autorin

Mira MortonMira Morton ist das Pseudonym einer österreichischen Autorin. Ihre erfolgreichen romantischen Komödien bescherten Mira Morton den Titel Principessa – verliehen von treuen Leserinnen für die Selbstverständlichkeit, mit der sie völlig emanzipiert ihre Prinzessinnenseite auslebt. “Ich will nichts anderes als unterhalten.” , sagt die Autorin über ihre Romane wie “Seeigel küsst man nicht“.

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Kommentare (2)

Sabine Creutz schrieb am 10.08.2016 um 15:56Uhr:

Liebe Mira Schöner hätten auch wir, deine Leserinnen, es nicht ausdrücken können. Denn genau aus diesen Gründen lieben wir deine Bücher und fiebern jedem neuen entgegen

iris kummer schrieb am 11.08.2016 um 9:29Uhr:

Als begeisterte Leserin von Mira's Büchern kann ich jedes von ihr geschriebene Wort voll unterstrichen bestätigen. Für mich und alle anderen deiner begeisterten Leser wünsche ich mir das Du genauso weitermachst und uns so noch viel Lesevergnügen bereitest. DANKE liebe Mira

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