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Das ABC der Namensgebung

Namen sind Schall und Rauch? Von wegen! Der Titel deines Buches ist das Erste, was deinen Leserinnen und Lesern begegnet, er hat, neben dem Cover, beim ersten Eindruck den größten Einfluss darauf, ob jemand deine Geschichte lesen möchte oder nicht. Ebenso wichtig sind natürlich die Namen deiner Figuren. Sie tragen zu Sympathie oder Antipathie bei den Lesenden bei, sie beeinflussen die Glaubwürdigkeit deiner Story.

ABC der Namensgebung

Hildegard aus Edinburgh?

Spielt deine Handlung zum Beispiel in Schottland, wäre es nicht sehr authentisch, deine Hauptfigur Hildegard zu nennen, oder? Damit wären wir auch schon beim ersten Punkt: Regionalität. Die Namen deiner Figuren sollten zu der Region passen, in der du deine Handlung spielen lässt. Inspiration dazu kannst du dir bei Namengeneratoren wie diesem  holen, der Namen aus bestimmten Sprachfamilien erzeugt. Zweitens kann es Sinn ergeben, den Namen einer Figur an deren Charakter anzulehnen, ihr also einen „sprechenden” Namen zu geben, dessen Übersetzung bereits etwas über die Eigenschaften der Figur erzählt. Solche Bedeutungen findest du auf Webseiten wie dieser. Drittens sollten die Namen in deinem Buch zum Genre passen. Dies hat immensen Einfluss darauf, wie romantisch oder mysteriös deine Geschichte tatsächlich wirkt. Wenn du hier etwas Inspiration brauchst, kannst du dir von dem eben erwähnten Namensgenerator auch Vorschläge zu bestimmten Themen und Genres erstellen lassen. Auf dieser  Webseite geht das ebenfalls, mit der Spezialisierung auf Fantasy.

Viele Wege führen zum Titel

Für deinen Buchtitel gilt ebenfalls: Passend zum Genre, einzigartig und herausstechend, aber nicht abschreckend. Klingt wie eine eierlegende Wollmilchsau, oder? Keine Angst, es gibt verschiedene Varianten, an denen du dich festhalten kannst:

  1.  Benenne dein Buch nach deiner Hauptfigur. Dafür sollte deren Name natürlich richtig sitzen. Klassische Beispiel hierfür sind Hamlet oder Macbeth.
  2. Nimm einen knackigen Einworttitel, der sich leicht einprägt, wie Abbitte, Nullstunde.
  3. Wähle einen langen Titel, der bereits die Handlung beschreibt, zum Beispiel Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand.
  4. Halte dich an Alliterationen, die prägen sich leicht ein und klingen hübsch (ein lustiges Beispiel hierfür ist Cornwall mit Käthe, denn hier klingen die Wörter gleich, obwohl sie unterschiedlich geschrieben werden).
  5. Setze Zeit- und/oder Ortsmarker, füge also Handlungsort und -zeit in den Titel ein, wie hier: Winterzauber in Paris.
  6. Nutze einen Titel, der widersprüchlich ist und deswegen die Leser fesselt, wie Weit weg und ganz nah.

ABC der Namensgebung

Hol dir Feedback

In erster Linie sollten Namen und Titel natürlich dir selbst gefallen. Immerhin lebst du ja quasi mit diesen Figuren während des Schreibprozesses und auch danach. Achte also darauf, was sich für dich richtig anfühlt, hol dir aber auch Input von außen, von Familie, Freunden, Schreibzirkeln. Denn manchmal ist man selbst so sehr in der eigenen Idee verstrickt, dass man gar nicht merkt, dass ein Name vielleicht doch nicht so sympathisch, spannend oder mysteriös klingt wie gedacht, sondern auf andere eher merkwürdig wirkt. Dann gilt: Kill your darlings, und fange im Zweifelsfall noch einmal ganz von vorn an mit der Namenswahl, damit am Ende auch wirklich alles passt.

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